
Vier neue Stolpersteine erinnern an das Schicksal der jüdischen Familie Conitzer. Am 9. November wurden weitere Stolpersteine in Tangermünde verlegt.
Die gut besuchte Veranstaltung begann mit einem Bild-Vortrag im Christophorus-Haus. Anschließend ging es zur feierlichen Verlegung vor dem ehemaligen Kaufhaus der Familie Conitzer in der Langen Straße 41. Nachfahren der Familie Conitzer waren anwesend. Eine Vertreterin der Familie sprach anrührende Worte. Es waren weit über einhundert Tangermünder/innen zu dem feierlichen Akt anwesend und setzten ein deutliches Zeichen für eine offene und tolerante Stadt. Mit einem Konzert mit jiddischen Liedern und Klezmermusik wurde die Veranstaltung abgerundet.
Die Familie Conitzer
Die neuen Stolpersteine erinnern an Arthur und Gertrud Conitzer sowie ihre Töchter Ursula und Ruth, die im Wohn- und Geschäftshaus in der Langen Straße 41 das Kaufhaus „Conitzer & Co.“ betrieben. (Quelle: Altmark Zeitung)
Die Tochter Ursula Frankenstein, geb. Conitzer war die einzige Überlebende dieser Familie. Sie konnte nach Palästina flüchten.
Im Mai 2024 wurden die ersten 11 Stolpersteine in Tangermünde verlegt, die an die jüdischen Kaufmannsfamilien Bernhard und Markus erinnern, die im Holocaust ihr Leben verloren bzw. es durch die Flucht ins Exil retten konnten.
Die Stolpersteine vor der Verlegung
Eine Angehörige der Familie Conitzer spricht anlässlich der Stolpersteinverlegung
Das ehemalige Kaufhaus Conitzer in der Langen Straße in Tangermünde
Weiter Informationen zu den Stolpersteinen in Tangermünde gibt es hier >
Fotos: Bernd Hoppe