Von Decin in Tschechien bis nach Havelberg ist es ein gutes Stück, und niemand sollte glauben, dass ein mächtiger Fluss wie die Elbe einem beim Paddeln alle Arbeit abnimmt und einfach strömt. Bernd Hoppe kann ein Lied von Altarmen und müden Armen singen, denn er hat jeden Flusskilometer davon schon selbst mit dem Faltboot erkundet. Und kommt, wenn man ihn auf etliche andere, meist osteuropäische Ströme, Flüsse und Flüsschen anspricht, oft ins Schwärmen.
Trotzdem ist die enthusiastische Wasserratte neuerdings auch an Land unterwegs, und das hat viel mit ZITRUSBLAU und den beiden Chefs Martina Huchthausen und Martin Keune zu tun. Denn die haben schon vor Jahren ihre Liebe zu Tangermünde entdeckt, der altmärkischen Kaiserstadt an der Elbe, und weil Bernd dort mit der Vermietung der zitrusblauen Ferienhäuser betraut ist, hat auch ihn die Faszination der nordischen Backsteingotik erfasst – und er hat selbst mit Lebensgefährten Uli eins dieser buckeligen, 300 oder 400 Jahre alten Häuschen gekauft und mit unermüdlichem Arbeitswillen begonnen, das kleine Ding in der Marktstraße zu restaurieren und wieder bewohnbar zu machen. Für sich selbst – und für andere, die wie er diesen großen Fluss heruntergepaddelt kommen auf dem Weg zum Meer.
Bernd Hoppe jongliert mit Belegplänen und Vermietungsportalen und sorgt zusammen mit der Tangermünder Vor-Ort-Kraft Denise Maehs für den reibungslosen Wechsel der Hausbesucher.